BUNDESTAGSWAHL 2021

SPD und Union in etwa gleichauf, Werben um FDP und Grüne beginnt…

Die SPD reklamiert den Regierungsauftrag für sich, aber auch die Union hat den Anspruch aufs Kanzleramt nicht aufgegeben. Es könnte eine Weile dauern, bis eine Mehrheit im Bundestag steht.

Die SPD reklamiert den Regierungsauftrag für sich, aber auch die Union hat den Anspruch aufs Kanzleramt nicht aufgegeben. Es könnte eine Weile dauern, bis eine Mehrheit im Bundestag steht.

Bei der Bundestagswahl liefern sich CDU/CSU und SPD das erwartete enge Rennen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr liegen Union und Sozialdemokraten fast gleichauf. Die Grünen schneiden nicht so gut ab wie ursprünglich erwartet, die FDP ist über 10 Prozent.

„Das wird ein langer Wahlabend sein und man kann noch nicht sagen, wer am Ende die Nase vorn haben wird“, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in der ARD. Er warb für eine „Zukunftskoalition“ der Union mit Grünen und FDP.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte bei ntv, das Wahlergebnis sei ein Sieg für die Sozialdemokraten. „Man sieht heute Abend, der rote Balken geht nach oben, der schwarze Balken geht nach unten.“ Vor ein paar Wochen sei die SPD noch abgeschlagen, „dann haben 400.000 Mitglieder für Olaf Scholz Wahlkampf gemacht.“ Scholz habe „diesen Wahlkampf wirklich gerockt“.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sagte im ZDF, es falle ihm schwer, sich zu freuen. „Wir haben eigene Fehler gemacht, das haben wir auch eingeräumt. Deswegen werden wir in Ruhe nach dem Ergebnis überlegen, was wir daraus ziehen.“ Er bekräftigte, dass die Grünen „eine Präferenz mit der SPD haben“. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz habe gewonnen, die Union habe ein historisch schlechtes Wahlergebnis erzielt. „Wir sind aber bereit, mit allen demokratischen Parteien zu reden.“

In Bayern muss die CSU deutliche Verluste hinnehmen. Nach ersten Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks landen die Christsozialen nur noch bei 33 Prozent – vor vier Jahren hatten sie 38,8 Prozent erreicht.

AfD-Chef Tino Chrupalla sagte bei ntv, seine Partei sei „gekommen um zu bleiben“. Die AfD habe gezeigt, „dass wir eine starke Stammwählerschaft in Deutschland haben“.

hfs/re/dpa/ard/tt

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