Deutsches Evakuierungsflugzeug ist defekt

Ein für die Evakuierung vorgesehenes deutsches Flugzeug steckt in Usbekistan fest. Bis der Fehler an der Maschine behoben ist, kann diese nicht nach Kabul fliegen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums soll die Rettungsmission aus Afghanistan aber weitergehen.

Ein an den Evakuierungsflügen aus Kabul beteiligtes deutsches Transportflugzeug ist defekt. Das Problem beeinflusse die Evakuierungen aus der afghanischen Hauptstadt aber nicht, betonte das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter.

Eine Ersatzmaschine sei bereits in Kabul gelandet. Zudem sei ein weiterer Militärtransporter vom Typ A400M mit Ersatzteilen in Taschkent eingetroffen. Dort befindet sich auch der defekte A400M. Deutschland und andere westliche Staaten arbeiten derzeit unter Hochdruck daran, ihre Staatsbürger sowie gefährdete Afghanen auszufliegen. Seit Beginn der Evakuierungsmaßnahmen wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehr als 670 Menschen aus Kabul in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren für Mittwoch vier deutsche Flüge von Kabul nach Taschkent geplant, wie es in einem vertraulichen Lagebericht des Bundesverteidigungsministeriums für den Bundestag heißt, der AFP vorliegt.

Für heute ist noch ein weiterer Start eines Evakuierungsflugs in Kabul geplant, wie das Bundesverteidigungsministerium twitterte. Am Mittwochabend teilte derweil ein Lufthansa-Sprecher mit, in der usbekischen Hauptstadt Taschkent sei eine weitere Lufthansa-Maschine gestartet, um aus Afghanistan in Sicherheit gebrachte Menschen nach Deutschland zu bringen. Die Landung des Airbus A340 wird für den frühen Morgen in Frankfurt erwartet. An Bord sind nach Angaben der Lufthansa rund 250 Menschen. Die Menschen waren zuvor von der Bundeswehr von Kabul nach Taschkent geflogen worden.

hfs/dpa/ntv/afp/Foto: picture alliance/dpa/Bundeswehr

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