Für Laschet geht es um die Wurst

Ausgerechnet zum Beginn seiner Deutschlandtour erlebt Armin Laschet einen Umfrage-Einbruch. Während der CDU-Chef Bratwurst isst und Annalena Baerbock durchatmen kann, verkündet Olaf Scholz: „SPD ist Currywurst.“

Wer der Bessere ist

Von Nadine to Roxel

„Currywurst ist wieder in!“ Armin Laschet steht mit aufgekrempelten Hemdsärmeln an einem Bratwurststand im sächsischen Torgau. Eine Anspielung auf Gerhard Schröder, der sich in dieser Woche der Rettung der VW-Kantinen-Currywurst verschrieben hat. Nur: Bei Laschet gibt’s gar keine Currywurst. „Das ist eine normale sächsische Wurst, Thüringer Art!“, klärt der Metzgermeister auf. Thüringer dürfe man in Sachsen ja nicht sagen. „Sie müssen dann verbreiten, die Sächsische sei besser!“ lacht Laschet und haut sich eine ordentliche Portion Ketchup drauf.

Verbreiten, wer der Bessere ist, das versucht Laschet auch gerade, und ja, es geht buchstäblich um die Wurst. Seit dieser Woche ist Laschet im Wahlkampf unterwegs. Pünktlich zum Start seiner Deutschlandtour kamen neue, desaströse Umfragewerte. Die Union stürzt im RTL/ntv-Trendbarometer auf 23 Prozent, Laschets persönliche Beliebtheitswerte auf 12 Prozent. Seine Parteifreunde sind hoch nervös, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert mehr Offensive im Wahlkampf. Und Laschet? Versucht sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Daniel Günther hat völlig recht, wir müssen zulegen!“ Die Flut habe den Wahlkampf unterbrochen und man müsse die letzten sechs Wochen nutzen, klare Kante zu zeigen. Wer Laschet kennt weiß aber, dass klare Kante eigentlich gar nicht so sein Ding ist.

hfs/re/ntv/nadine to roxel/ots/dpa

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