Schon vor der Mehrwegpflicht ab 1. Januar 2023
Mehrweg-Pionieer Vytal spart 5 Millionen Einwegverpackungen

Bis zur Mehrwegpflicht in Deutschland bleiben nur noch wenige Wochen. Dann verlangt das Gesetz, dass Einweggeschirr in Kantinen, Restaurants und Lieferdiensten ergänzt wird durch ressourcenschonende Mehrwegalternativen. Ausgenommen von der Regelung sind Betriebe mit einer Verkaufsfläche bis 80 qm und maximal fünf Mitarbeitenden. Das Kölner Unternehmen Vytal macht vor, dass Mehrweglösungen funktionieren: Jetzt hat das Team die fünf-Millionen-Marke geknackt; so oft wurden die Verpackungen schon eingesetzt. Mit ihrem unkomplizierten Ausleihe-System beweisen die Macher, dass der Umstieg von Einwegverpackungen wirklich kinderleicht umzusetzen ist.

Es ist eine dieser Umwälzungen, von der die Menschen in wenigen Jahren sagen werden: „Es war doch gar nicht so schwierig“. Aber es brauchte jahrzehntelange Ressourcenvergeudung und eine neue Gesetzgebung, um der Einmalverpackung in der Gastronomie eine Mehrweglösung entgegenzusetzen. Ein Unternehmen aus Köln hat diese Lücke früh erkannt und entwickelte ein pfandfreies Rückgabesystem nach dem Bibliotheksprinzip. Das verstehen bekanntlich schon Kinder: Wer ein Buch – oder einen Behälter von Vytal – genutzt hat, bringt es innerhalb von zwei Wochen zurück und bezahlt gar nichts dafür; ein gut erprobter Mechanismus.

Auch der Kanzler kann schon aus Vytals essen

Schon jetzt, rund einen Monat vor der Mehrwegpflicht, lässt sich sagen: Vytal schreibt eine deutsche Erfolgsgeschichte. Die Mehrwegverpackungen von Vytal wurden schon über fünf Millionen Mal eingesetzt. Vytal ist damit die weltweit größte digitale Mehrwegplattform für To-go- und Liefer-Konsum.

Vytal hat in kurzer Zeit über 350.000 Nutzer:innen und mehr als 4.000 Restaurants, Kantinen und Lebensmittelhändler für Mehrweg gewonnen und Märkte in Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Belgien erschlossen. Die Partnerschaften des Unternehmens lesen sich wie das Who-is-Who der Lebensmittelbranche: Von Märkten großer Handelsketten wie Rewe und Edeka über Systemgastronomien wie Backwerk, KFC und burgerme bis zu DAX-Konzernen wie Allianz, BASF, Bayer, SAP und Siemens reicht die Liste der Vytal Partner. Sogar die Kantine des Deutschen Bundestages verpackt schon in Vytals. Dazu kommen Franchisepartner in Norwegen, Estland und Israel, die die Vytal Technologieplattform einsetzen, um Einwegwegverpackungen durch eine Mehrweglösung zu ersetzen.

Für diese Innovation und die aufgebaute Marke wurde Vytal ausgezeichnet: Das Unternehmen wurde in einem Ranking der Agentur Jung von Matt und des Marktforschungsinstituts Appinio in den 50 Top Start-ups des Jahres platziert.

Drei gewinnen: Gastronomen, Verbraucher und Umwelt

Die jüngste Studie zur Abfall-Bilanz von Einweggeschirr und To-go-Verpackungen stammt aus dem Jahr 2017. Damals schätzte die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung das Gewicht von Müll aus Einwegverpackungen auf 346.000 Tonnen jährlich, davon mehr als 105.000 Tonnen aus Plastik. Das soll nun per Gesetz drastisch reduziert werden: Ab dem 1. Januar 2023 müssen Restaurants und Lieferdienste ihren Kunden neben Einweg-Schalen auch eine Mehrweglösung anbieten. Gastronom:innen, die dabei auf Vytal setzen, zahlen für jede Packung weniger als die jeweilige Einweglösung. Nutzer:innen, die ihre Schalen und Becher innerhalb von 14 Tagen zurückbringen, bezahlen gar nichts. Erst danach, auch das ist aus der Bücherei bekannt, wird eine Säumnisgebühr fällig. Stand 5. Dezember haben Gastronomiebetriebe mit Vytal fünf Millionen Einwegverpackungen vom To-go-Becher bis zur Sushi-Box eingespart – aneinandergereiht ließe sich damit die Autostrecke von der Berliner bis in die Frankfurter Innenstadt legen. Mitgründer Dr. Tim Breker ordnet den Erfolg ein: „Natürlich ist die Zahl sehr gut. Ich gehe außerdem davon aus, dass nur einen Monat vor der Mehrwegpflicht noch bis zu 90 Prozent der Gastronom:innen keine Lösung vorbereitet haben. Mit anderen Worten: Da liegt noch riesiges Potenzial! Das Vytal-System ist unkompliziert, erprobt und schnell in den Betrieb integriert. Wir freuen uns darauf, Vytal zum starken Partner für noch mehr Betriebe und Menschen zu machen und so in Zukunft ein Vielfaches an Einweggeschirr einzusparen.“

Wirtschaftswunder 2.0: Die Becher laufen und laufen und laufen

Das Bibliotheksprinzip bietet einen großen Vorteil: Anders als Pfandbecher, die oft in Schränken und Taschen vergessen werden, kommt das Vytal Geschirr schnell wieder in Umlauf – ein Pluspunkt, der Nutzungsfrequenz und damit die Effizienz des Systems steigert. Mit einer Rückgabequote von 99,3% und einer Rückgabezeit von weniger als fünf Tagen ist Vytal effizienter als das deutsche Flaschenpfandsystem und macht es Käufern super leicht möglich, am deutschen Einweg-Müllaufkommen nicht mehr mitzuwirken.

Über die VYTAL Global GmbH

Gegründet, um zu verändern: Vytal hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweit führende Technologieplattform für Kreislaufwirtschaft und Mehrweg zu werden. Vytals ersetzen Einwegverpackungen und machen einen nachhaltigen, zukunftsorientierten Lebensstil für alle möglich. Mit der pfandfreien und digitalen Mehrweglösung bringt Vytal Gastronom:innen, Händler:innen, Lieferdienste und andere Kooperationspartner:innen mit Menschen zusammen, die Speisen und Getränke ohne unnötige Einwegverpackungen genießen möchten. Dafür kam das Unternehmen in der von Jung von Matt geführten Liste unter die Top 50 Startups 2022. Heute arbeiten europaweit rund 80 Mitarbeiter:innen für Vytal.

hfs/re/ots/dpa/tt

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