Vorurteile im Recruiting – was Handwerksbetriebe davon abhält, in neue Bewerber zu investieren und wie sie jetzt umdenken

Gerade Handwerksbetriebe sind von den Folgen des Fachkräftemangels stark betroffen. Viele Geschäftsführer sind sich des Problems zwar bewusst, handeln jedoch nicht. Stattdessen sehen sie tatenlos dabei zu, wie Mitarbeiter einspringen müssen, immer mehr Kunden unzufrieden sind und Umsätze zunehmend einbrechen. Obwohl der Umstieg auf moderne, digitale Recruiting Methoden eine Lösung wäre, halten viele Betriebe weiter an alten Strukturen fest. Doch warum wollen sie nichts verändern?

„Zwar sind zahlreiche Handwerksbetriebe in den sozialen Medien vertreten, sie nutzen sie jedoch nicht richtig“, so Vasil Ivanov, Experte für Mitarbeitergewinnung. Grund hierfür seien gewisse Überzeugungen, die bei Geschäftsführern von Handwerksbetrieben nicht selten vorzufinden sind. In diesem Artikel rollt der Experte vier der häufigsten Vorurteile auf, die Geschäftsführer daran hindern, sich dem Personalproblem in ihrem Betrieb zu stellen – und erklärt, wie sie jetzt umdenken können.

Vorurteil 1: „Social Media ist ja nur zur Kundengewinnung geeignet“

Beim Thema „Social Media“ denken viele Geschäftsführer an „Socializing“ oder an die Gewinnung von Kunden. Dass die Netzwerke jedoch auch dafür genutzt werden können, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist vielen nicht klar. Sie halten Facebook und Co. für das Recruiting als nicht geeignet, denn die Plattformen dienen ihrer Meinung nach lediglich der Ansprache von potenziellen Kunden sowie der Reputationsbildung.

Das ist jedoch ein weitverbreiteter Irrtum: Social Media Kanäle sind heutzutage das Tool schlechthin, um sich von anderen Arbeitgebern zu differenzieren und Fachkräfte von sich zu überzeugen! Geschäftsführer können die Plattformen hervorragend dazu nutzen, um ihre Alleinstellungsmerkmale zu kommunizieren und Bewerbern zu zeigen, warum sie sich für ihr Unternehmen entscheiden sollten.

Vorurteil 2: „Für das Recruiting bleibt uns keine Zeit“

Vielen Geschäftsführern ist der Schmerz, der mit dem Fachkräftemangel in ihrem Unternehmen einhergeht, gar nicht bewusst. Kein Wunder, dass das Recruiting so bei vielen auf die lange Bank geschoben wird – während die bestehende Belegschaft den platzenden Auftragsbüchern gar nicht mehr hinterherkommt. Dass die Wurzel des Übels allerdings am Personalmangel liegen könnte, wollen viele nicht wahrhaben. Schließlich haben sie keine Zeit, um sich um neue Mitarbeiter zu kümmern. So lautet jedenfalls die Begründung vieler Geschäftsführer.

Sie schieben lieber das Recruiting weiter auf, ohne zu merken, dass gerade darin die Lösung für ihr Problem liegt. Denn dieses liegt nicht im Zeitmangel, sondern in fehlenden Mitarbeitern. Arbeitgeber müssen sich daher dem Schmerz stellen und das Recruiting als höchste Priorität setzen. Nur so können sie langfristig wachsen und auf dem Markt zukunftsfähig bleiben.

Vorurteil 3: „Das funktioniert doch sowieso nicht!“

Für viele Geschäftsführer ist das Recruiting über Social Media ein völliges Neuland. Gerade diejenigen, die bisher auf herkömmliche Wege gesetzt haben, vertreten oft die Meinung: „Was ich nicht kenne, funktioniert auch nicht!“ Oftmals vertrauen sie nicht den neuen Methoden, zumal sie womöglich auch die ein oder andere schlechte Erfahrung mit Social Media Plattformen gemacht haben, indem sie es auf eigene Faust versucht oder schlicht die falschen Ansprechpartner zu Rate gezogen haben.

Das sollte Geschäftsführer jedoch nicht daran hindern, an das Potenzial der sozialen Netzwerke zu glauben. Schließlich nutzen sie sie selbst täglich im Privatleben – was zeigt, dass die Plattformen durchaus erfolgreich sind. Denn ganz offenbar nehmen sie auch auf ihr eigenes Konsumverhalten Einfluss – was jedoch viele nicht bewusst ist: Beispielsweise, indem sie ihre Reise digital buchen oder online etwas bestellen. Geschäftsführern sollte das zu denken geben – denn warum sollten sie auf diese Weise nicht auch potenzielle Mitarbeiter ansprechen können?

Vorurteil 4: „Die Agentur muss vor Ort sein, um uns unterstützen zu können“

Dieses Vorurteil führt dazu, dass Unternehmer ungeeignete Agenturen mit dem Recruiting beauftragen. Sie sind nicht auf den Tätigkeitsbereich spezialisiert. Entsprechend frustrierend sind die Ergebnisse. Entweder sie finden keine Fachkräfte oder lehnen die Zusammenarbeit sofort ab. Ferner glauben Geschäftsführer, dass es bei der Wahl der Agentur auf Regionalität ankommt. Früher war dies sicherlich einmal wichtig.

Damals kam der Personalberater zunächst mit seiner Mappe zum Kaffeekränzchen. Erst danach begann die eigentliche Personalsuche. Diese Arbeitsweise funktioniert heute nicht mehr. Eine 500 Kilometer entfernte Agentur ist Chefs oft nicht geheuer. Sie können sich nicht vorstellen, dass auch sie gute Fachkräfte aus der Region finden kann. Aber genau so läuft Recruiting nun einmal in der heutigen digitalen Welt. Und nur, wer diese Veränderung akzeptiert und mit ihr geht, kann langfristig im Recruiting überzeugen.

Über Vasil Ivanov:

Vasil Ivanov leitet als Geschäftsführer zusammen mit Richard Kraus die Kraus Consulting GmbH. Die Recruiting Experten und ihr Team unterstützen Handwerksbetriebe dabei, mehr Bewerbungen von den richtigen Fachkräften zu generieren. Zu diesem Zweck machen sie potenzielle Mitarbeiter über die sozialen Medien auf die Unternehmen aufmerksam. Zudem optimiert die Kraus Consulting den Bewerbungsprozess, um die Einstellung für alle Beteiligten zu vereinfachen. Vasil Ivanov ist der Ansprechpartner, wenn es darum geht funktionierende Recruiting Systeme zu schaffen. Weitere Informationen unter: https://www.richardkraus.de/

hfs/re/ots/dpa/tt

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